volle Flucht voraus –
das Automobilitätsvermächtnis der Schiffbrüchigen


Bericht von dem Ding an der Waffel
dem Allerweltsding an allerwelts Waffe. L
dem Altweltaffe der die Zeiten beschreibt die zu hinterlassen sind,
die Seiten die das Rad heut neubespinnt und die Weiten, die das gewinnende Kind im wolkenweißen Winterwind selbst- und sinnbestimmend zu finden beginnt
Von dem Rad das ab und verloren ist und vielleicht schon immer nicht dran war. weil es garnicht dran gehört. und all den anderen Rädern, die sich seit Jahrzehnten um den freien Platz streiten,
Von der fehlenden Tasse im Schrank, die scheinbar als einzige den Mut hatte sich einen neuen Schrank zu suchen, warscheinlich einen der eigentlich keiner ist.

Akon singt Dont Matter und Jan Delay von der B-Seite
wie früher . Früher als ich fast fließend japanisch sprach . und früher als ich kläglich ja fast täglich panisch brach. titanisch, dem Pan erlegen, ins Eismeer stach.
An dessen Grund mir das Brechen ein mächtig bestechendes Sprechen versprach
Und an dessen Grund ich von den nächtlich servierten Fischstäbchen nur die in Speck gebratene Panade aß, den erwärmten drei Windbeuteln mit der gespitzten Zunge die Sahne entzog und kaum einem Leberwurstbrot die Grüntomatenbananenmarmelade und gerösteten Sonnenblumenkerne fehlen durfte.
An dessen Grund die Ziegelsteine unter der Klotürklinke [von außen] plötzlich aufgestapelt und Rasierklingen im Apfel versteckt waren. Denn wenn man Kind ist, sind die dümmsten Späße oft die besten, heißt es in meiner Lieblingspassage aus „Salz auf unserer Haus“ von Benoite Groult und wenn man das verstanden hat, hört es nicht auf wahr zu sein. bis in die Jugend, und darüber hinaus. denn sie soll ja ewig sein. es ist wahr bis es sich aus- und mir heimzahlt. und ich endlich verstehe, was ich bislang nicht verstanden hab.
Ja, Wir waren unsittlich auf all unsern Wegen, der Sitten- und Sippenrestauration, zuliebe. nein vielleicht -und das ist ein Segen- nicht wirklich auf all unsern Wegen.
Wir waschen heute das dreckige Geschirr mit sauberen Händen, sehen der Wäsche zu wie sie sich von Zeit und Raum trocknen lässt und haben die Hasenohren der Seelen im Bewusstsein, über deren unbekleideten Leib wir sprechen, um zu prüfen an welchem Haupt wir unsern Stab erbrechen…



Nun kehren wir ein, in eine Zeit, in der die Farbe und die Form den Wert der Funktion überwinden. in der wahre Stärke nicht mehr mit Muskelkraft und Intelligenz nicht mehr mit dem Verstand zu bemessen ist, in der der Fisch den Baum erklimmt von dem die Krähe spielwütig in des Meeres freiende Fluten springt
und der Ziegenbock als einziger in Schlips und ohne Hosen baden geht.
Eine Zeit in der eine kleine Wespe, eh wir noch unsern Namen zu sagen wissen, das Bauwerk in den Sand setzt, das grad erst ne Million getilgt und der Nation den Atem geraubt hat.
Wo sich kein „Schwacher“ mehr für die „die Starken“ schwach halten muss.
Wir kehren heim in eine Zeit wo guter Rat nicht teuer ist, weil er von sattem Herzen kommt,
das WIE soviel bedeutender ist als das WAS,
Wo Besitz sich von Besessenheit kaum unterscheidet,
Transparenz, Hingabe und Fehlbarkeit einer soliden Führungsinstanz entsprechen und Wertschätzung die neue Währung bildet.
Eine Zeit in der ich dem was ich fühle mehr glaube als dem was ich hörend sehe
und die Erwachsenen nicht die Klügeren sind
In der die Heilung der Zeit ein Wunder ereilt
und in der wir sehr achtsam sein werden mit den Dingen die wir lieben, noch achtsamer jedoch mit denen, die uns nicht zu lieben scheinen weil wir selbst sie einst und anständig verbannt haben.
So begegnen wir einer Zeit in der die Sonne auch für Nazis scheint, so wie es auch auf Götter der gelebten Dreifaltigkeit hagelt und die Rote Karte den Geheilten trifft
(Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche, Zitat FW Bernstein)
Eine Zeit, in der die Teilung des Geistes zur Heilung desselben und uns ein frecher kleiner Floh zum Fuchsbau führt.
Denn es wohnt jemand darin der Liebeskummer hat und einen warmen Tee brauchen kann
und das bist du.
und das bin ich.
und das sind wir.
Nachdem wir eingesehen haben,
dass wir unser Herz an niemand anderen verraten haben, als an uns selbst.



Danke Dir, Danke mir. Danke Dino und Dianasphere!
Nothing but Freddy Quinn we sing and listen to, Right now.
Noch bist du da
Wirf deine Angst
in die Luft
Irgendwann
ist deine Zeit um
Dann
wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume
ins Nirgends
Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da
Sei was du bist
Gib was du hast
© Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
Aus: Gesamtwerk in 16 Bd. [abgeschlossen 1995] (FTV 11151-11166).
Zuerst in: Mein Atem heißt jetzt. Frankfurt am Main: S. Fischer / Fischer TB, 1981
Audioproduktion: Rose-Ausländer-Stiftung, Köln
DJ Thomilla feat. Afrob – Get Up und Alela Diane the Ocean.